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Aktuelles

Stellungnahme zum islamophoben Mord an Marwa S.

Das Problem beim Namen nennen und gezielt gegen Islamophobie vorgehen!

Mit Entsetzen haben wir die Nachricht über den Mord im Dresdener Landgericht letzte Woche an Marwa S. zur Kenntnis genommen. Die Tat war offensichtlich geplant und geschah aus einer islamophoben Motivation heraus.

Der Täter Alexander W. erstach Marwa S. 18mal mit einem Messer, das er in den Gerichtssaal mitgenommen hatte. Im letzten Jahr hatte er sie auf einem Spielplatz als „Terroristin“, „Islamistin“ und „Schlampe“ beschimpft. Hierzu war er bereits zu einer Geldstrafe wegen Beleidigung verurteilt worden. Da er bei der Verhandlung aussagte, dass „solche Leute“ nicht beleidigungsfähig seien, weil sie „keine richtigen Menschen“ seien, hielt die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe für angemessen und ging in Berufung. Während der Berufungsverhandlung geschah der Mord.

Politik und Justiz sind dringend aufgefordert angemessen auf diesen Mord zu reagieren! Islamophobie ist zu einem Phänomen geworden, das Menschen muslimischen Glaubens nicht nur herabsetzt, sondern auch zu offenen Anfeindungen gegenüber Musliminnen und Muslimen führt.

Der Mord an Mawra S. ist der tragische Höhepunkt dieser menschenverachtenden Ideologie. Mit großer Besorgnis beobachten wir schon seit Längerem die Zunahme islamophober Einstellungen die auch in der Mitte der Gesellschaft auf Zustimmung stoßen. Gestreut und propagiert werden diese menschenfeindlichen Ansichten über islamophobe Internetseiten und von sogenannten rechtspopulistischen Gruppierungen wie „Pro NRW“.

Es wird Zeit Islamophobie beim Namen zu nennen, ernst zu nehmen und Maßnahmen gegen diese spezielle und weit verbreitete Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zu ergreifen.

Es ist ein Skandal, dass der Bundesinnenminister als Herr der Islam-Konferenz bisher nicht auf den Vorfall reagiert hat. Die Bundesregierung und die sächsische Landesregierung sind aufgefordert, die Tat öffentlich zu verurteilen, der Familie der Getöteten ihr Beileid auszusprechen und längst überfällige glaubwürdige Maßnahmen gegen Islamophobie zu ergreifen.

Marwa S. hinterlässt einen Ehemann und einen 3jährigen Sohn, der die Tat miterlebt hatte. Sie war im 3. Monat schwanger. Unser tiefstes Mitgefühl gilt dem Ehemann, dem Sohn und der Familie von Marwa S.

Weitere Grüne Stellungnahmen:
- Omid Nouripour Grüner MdB
- Josef Winkler (religionspolitischer und migrationspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion)
- dem Bundesvorstand
- dem Landesvorstand Sachsen
- dem Stadtvorstand Dresden

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